Sonntag, 31. Juli 2016

Willkommen!

Nach langem Überlegen, habe ich mich auch dazu entschlossen einen Blog zu eröffnen. Thematisch wird es um Finanzen gehen, angeregt durch Blogs wie Zendepot, dem Finanzwesir, dem Finanzrocker etc.

Alle diese lese ich seit einiger Zeit im Stillen.

Gerne lese ich Erfahrungen, Meinungen, Anekdoten, Tipps von anderen, versuche darüber zu reflektieren und dann für mich meinen Teil mitzunehmen. Am Ende kann man nur Lernen. Über Geld reden geht im Bekannten und Verwandtenkreis nicht. Außer man hat keins. Darüber jammern geht.

Möglicherweise wird auch mein Schreiben hier für Jemanden interessant sein. Wenn nicht, auch nicht so schlimm.

Warum Finanzen?


Um Finanzen habe ich mich viele Jahre nicht gekümmert. Ich hatte mit Beginn der Ausbildung meinen ersten Bausparvertrag. Irgendwann kam der Anruf meinens Finanzberaters, dass Altersvorsorge wichtig sei und hatte  eine Kapitallebensversicherung.

Ich würde mich als sparsam, aber nicht geizig, bezeichnen. Ich hatte dadurch nie Geldprobleme. Mit dem Geld ,welches ich verdiente, kam ich aus. Egal ob es mal mehr oder weniger war. Großartigen Konsum lege ich nicht an den Tag. Ich brauche keinen Handvertrag, kein neues Auto, keine ständig neuen Dinge die dann nur herumliegen. Geld blieb und bleibt immer übrig am Monatsende.

Das überschüssige Geld wanderte aufs Sparkonto, später aufs Tagesgeldkonto, da es dort mehr Zinsen gab. Mit Zinsen von damals 3%, war der Druck nie groß, sich um Aktien und Co. zu kümmern.

Aktien kauften damals im Bekanntenpreis viele, immer zu "richtigen" Zeit. Es war die Zeit des neuen Marktes und der Telekom-Aktien. Bald verstummte die Begeisterung der Aktienbesitzer oder man hörte nur noch Wehklagen, dass das schöne Geld nun weg sei.

Ich war froh damit nichts zu tun haben und habe mir dadurch auch Verluste gespart.

Die Zinsen sanken mit der Zeit und mein Tagesgeldkonto wuchs. Gehandelt habe ich nicht. Ich habe auch der Verlockung vieler meiner Altersgenossen widerstanden mir ein Haus zu kaufen/bauen und mich somit auf Jahre zu verschulden und zu binden. Stattdessen lebte ich einfach weiter in meiner preiswerten kleinen Mietwohnung.

Nachdem die Zinsen 2014 neue Tiefstände erreichten, war es Zeit zu handeln. Ich lernte Begriffe wie ETF, las Artikel und versuchte mich schlau zu machen. Anscheinend waren Aktien und weder Teufelszeug noch Wunderkram.

So fing ich an einen kleinen Sparplan auf einen MSCI-World-ETF einzurichten. 50 Euro im Monat. Kein Risiko und vielleicht brauche ich ja doch noch Eigenkapital fürs Häuschen.

Die Zinsen sanken weiter und der ETF-Fond hat sich nicht in Luft aufgelöst, sondern ist auch im Wert gestiegen.

Über die Zeit habe ich mich weiter mit dem Thema auseinandergesetzt. Auf den Tagesgeldkonten lagen nun zusammen schon Beträge von 150.000 Euro herum. Gleichzeitig habe ich auch vom Kauf von Wohneigentum verabschiedet. Es musste etwas passieren mit der Kohle.

Ich möchte im ersten Posting gar nicht auf die Details eingehen. Seit Jahresanfang habe ich ca. mein Aktiendepot auf ca. 30.000 Euro aufgestockt, mehrheitlich ETF-Fonds, wie dem MSCI-World. Ein paar Einzelaktien sind als Spielzeug auch dabei.
Das ist natürlich nur ein kleiner Teil meines "Vermögens", aber für mehr fehlt mir derzeit der Mut. Meine Strategie ist langfristiges Anlegen, deswegen stören mich auch Kursschwankungen nicht. Aber ich mache mir keine Illusionen: Wenn es mal 50% in den Keller geht, werde ich mir meine Gedanken machen. Deswegen bleibt der größere Teil erstmal noch in "sicheren" Anlagen. So kann ich hoffentlich ruhig schlafen.

 Meine Ziel ist bis Jahresende nochmal 15.000 Euro zu investieren. Dann werde ich weiter sehen. Der größte Teil des überschüssigen Gelds am Monatsende soll ins Depot wandern.

Langfristiges Ziel

Mein langfristiges Ziel ist es, das Vermögen zu steiern und ein passives Einkommen zu generieren. Etwas unabhängiger von Haupteinkommen zu sein, ist genauso reizvoll wie eine Altersvorsorge zu haben, um die ich mich selbst kümmere.

Ich komme jederzeit ans Geld. Ich könnte Aktien oder Fondanteile jederzeit verkaufen. Ich kann wenig verkaufen oder viel, je nach der aktuellen Situation. Keine langfristige Bindung an irgendwas, das gefällt mir.

Die Lebensversicherung gibt es immer noch, aber sie ärgert mich. Die Sache ist intransparent. Ich weiß nicht, was mit dem Geld passiert und wieviel vom Beitrag in den Versicherungsbeitrag fließt und nicht als Kapitalanlage zur Verfügung steht. Aber ich habe auch durchgerechnet, dass es sich nicht lohnt diese derzeit zu kündigen. Deswegen zahle ich weiterhin 90 Euro im Monat ein. Zum Glück ist es nicht mehr.

In diesem Sinne, schauen wir mal.

Fuseboroto

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