Samstag, 13. August 2016

Sparen

Jeder der über Finanzen bloggt hat einen ähnlichen Artikel zum Thema im Angebot. Nicht weiter verwunderlich, gehört Sparen doch dazu. Nur wer Geld spart, kann dieses auch anlegen.

Beim Sparen ist es wie beim Abnehmen, langfristige Disziplin zahlt sich aus. Dick macht nicht der Tag, sondern die Tage, an denen ich zuviel fresse.

Beim Sparen ist es genauso. Ich bezeichne mich nicht als geizig. Einige aus dem Bekanntenkreis sehen das gelegentlich anders. Das sind dann in der Regel die Leute die das Geld mit vollen Händen ausgeben und anschließend jammern, dass das Geld alle sei. Da wird das Geld lieber für neue Gadgets, teure Autos oder Handyverträge ausgegeben.

Ich gönne mir einen schönen Urlaub, Biergartenbesuch, gutes Essen, einen Trinkabend in der Kneipe und auch auch bei neuer Technik sage ich nicht immer nein. Da schaue ich dann nicht nur aufs Geld. Aber es ist nicht die Regel.

Hier ein paar Dinge die ich beherzige:

Verträge


Hier gilt, so wenig wie möglich. Um ein einige kommt man nicht herum. Versicherungen oder  Internetzugang zum Beispiel. Vieles andere ist überflüssig. Zeitschriften kaufe ich ab und zu im Supermarkt, da ich sowieso nicht zum Lesen komme.

Verträge kosten Geld. Das Geld geht monatlich weg, man gewöhnt sich dran. Viele Verträge haben festgelegte Mindestlaufzeiten. Das gefällt mir nicht. Woher soll ich wissen, ob ich eine Dienstleistung in 12 Monaten noch brauche? Die Verträge wollen auch fristgerecht gekündigt werden, Arbeit.

Im Kollegenkreis sehe ich Leute mit Verträgen von Fitnessstudios, welche sie nicht besuchen, teure Handyverträge damit man das neue Handy alle 2 Jahre günstiger bekommt. Mehrere Streamingdienste, die man sich mal geklickt hat, aber nicht mehr kündigt.

Ich bin nicht dogmatisch was die Sache angeht. Aber bevor ich einen Vertrag eingehe, prüfe ich eingehend ob ich das wirklich brauche. Positiv ist inzwischen, dass viele Dienste im Internet mittlerweile monatlich kündbar sind.

Neben Internet und den essentiellen Versicherungen habe ich sonst kaum Verträge laufen. Ich nutze Amazon Prime Video. Das kostet 5 Euro im Monat. Mir reicht das Angebot, da ich nur selten mal wirklich dazu komme mir etwas anzuschauen.

In meinem Smartphone ist eine Prepaidkarte.

Konto


Mein Konto ist kostenlos. Als meine lokale Bank vor ein paar Jahren meinte die Gebühren erhöhen zu müssen, bin ich gewechselt und habe es nicht bereut.

Dabei war ich sogar bereit einen gewissen Betrag im Monat für das Konto zu zahlen. Aber mit der Preiserhöhung war der Bogen überspannt.

Strom


Auch hier versuche ich zu sparen. Ich sitze nicht im Dunkeln, aber es läuft nix unnötiges, Geräte nicht im Standby. Beim Strom summieren sich die kleinen Verbräuche und am Ende kommt eine Nachzahlung über die dann gejammert wird. Ich habe die letzten Jahre immer etwas wieder bekommen.

Bei allen Geräten habe ich den Stromverbrauch gemessen. Große Verbraucher wurden aussortiert oder laufen nur selten. Ich finde es zudem wichtig ungefähr zu wissen, was ein Gerät verbraucht.

Rad fahren und Laufen


Ein Auto habe ich, nutze es aber so wenig wie möglich. Vielen Dinge lassen sich zu Fuß oder mit dem Rad erledigen. Neben dem sportlichen Aspekt, ist man in der Stadt oft schneller unterwegs. Geld spart es außerdem.

Essen und Trinken


Wenn die Kollegen mittags in die Stadt gehen, packe ich mein selbstgebrachtes Essen aus. Die Kollegen gehen zum Imbiss oder Bäcker. Das ist nicht preiswert und ich empfinde es nicht als reizvoll mir irgendwo Fastfood im Stehen reinzuziehen.

Bin ich mal unterwegs habe ich mindestens etwas zu trinken dabei. So muss ich unterwegs nicht überteuert an irgendeinem Kiosk kaufen.

All das spart jeweils ein paar Euro. Das summiert sich.

Ansonsten gehe ich gerne mal Abends mit Freuden zum Essen. Da darf es gerne in gemütlicher Atmosphäre  teurer sein. So bleibt dies auch eine schöne Ausnahme auf die man sich freut.

Konsum


Es gab Zeiten, da kam der Postbote wöchentlich mit neuen Amazon-Paketen. Es ist ja auch so einfach, klicken und morgen ist es auch schon da.

Aber das geht ins Geld und die ganzen Sachen liegen am Ende nur herum. Es ärgert mich, wenn Dinge unbenutzt herumliegen. Der Konsum langweilte mich.

Ich packe meine Konsumwünsche nun auf eine Liste. Die gehe ich ab und zu mal durch. Viele "Wünsche" haben sich dann bereits erledigt. Andere bleiben auf der Liste. Einige werden gekauft. Auch schaue ich, ob es das gewünschte nicht auch gebraucht zu kaufen gibt. Gerade bei Technik kann man hier einiges sparen, wenn man nicht das aktuellste Modell nimmt.

Blickt man auf andere Finanzblogs, wird dies oft ähnlich gehandhabt.

In meinem Umfeld sehe ich das genaue Gegenteil. Am Prime-Day waren die Kollegen völlig aus dem Häuschen und fragten sich gegenseitig, was sie alles schon bestellt hätten. Das 3 Tablett und so weiter...

Verkaufen


Dinge von denen ich feststelle, dass ich sie nicht mehr brauche kommen weg. Einige Dinge kann man noch verkaufen. So kommt wenigstens ein Teil vom Kaufpreis wieder rein. Das gute Gefühl, dass man das Ding nicht wegwerfen musste, und jemand anderes noch etwas damit anfangen kann, gibt es kostenlos mit dazu.

Dinge die sich nicht verkaufen lassen versuche ich verschenken. Geht das auch nicht, wandert es eben auf den Müll. Ich hebe Dinge nur selten auf nach dem Motto "kann man vielleicht später nochmal gebrauchen". Nimmt nur Platz weg. Bei Bekannten habe ich ganze Dachböden voller "kannmanmalgebrauchendinge" gesehen. Sollte ich tatsächlich etwas wieder mal brauchen, kaufe ich es zur Not erneut. Von 100 Artikeln ist das vielleicht einer.

Auch wenn Verkaufen wieder etwas Geld in die Kasse spült. Am Meisten spart man durch den Nichtkauf.


In diesem Sinne,
Fuseboroto

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