Donnerstag, 29. September 2016

Verantwortung übernehmen oder jammern?

Viele Leute jammern und klagen gern. Jammern über zu wenig Geld, zu wenig Zeit, steigende Kosten fürs Auto, über das Wetter, die Politik, wie ungerecht die Welt ist.

Jammern richtet sich stets gegen eine (vermeintliche) Ungerechtigkeit der Welt gegen einen selbst. Am schönsten ist es, wenn andere in das Gejammer einsteigen und man gemeinsam jammert. Ab und zu macht es Spaß und es beruhigt die Nerven, besonders wenn man Gleichsinnte gefunden hat.

Das Ganze ist allerdings wenig konstruktiv. Selten wird Selbstkritik geübt oder auch nur angedacht. Niemand jammert darüber das man zu faul sei für den Sport, zu undiszipliniert fürs Sparen.

Nun auch ich habe viel über alles möglich gejammert in der Vergangenheit. Und natürlich ertappe ich mich regelmäßig dabei.

## Das Gegenteil von Jammern

Selbstmitleid ist wenig konstruktiv. Es bringt einen nicht weiter. Wer jammert stellt fest, aber manchmal nicht das.

Wenn ich mich beklage, dass ich zu wenig Geld habe, dann muss ich mir überlegen was die Lösung sein könnte. Muss oder kann ich mehr verdienen? Oder habe ich nur ein Ausgabenproblem?

Ich höre ab und zu mal von Leuten, dass diese ja Geld sparen würden, wenn sie nur mehr verdienen würden. Diese Leute kratzen nicht am Existenzminimum und leisten sich überteuerte Handyverträge, fahren viel mit dem Auto und konsumieren allgemein recht viel. Mehr Geld würde die Ausgaben für diese Dinge erhöhen, nicht die Sparquote.

Das Auto ist zu teuer? Vielleicht sollte ich dann auf die 500 Meter Fahrt zum Supermarkt verzichten und doch laufen.

Das Gegenteil von Jammern heißt Verantwortung zu übernehmen. Verantwortung für die eigene Situation. Bin ich unzufrieden, kann ich Sache entweder akzeptieren oder etwas ändern.

Manche Dinge muss ich manchmal akzeptieren. Der nervende Kollege. Oder das Wetter. Hier hilft eine positive Grundeinstellung.

Deshalb, bevor man herumjammert und in Selbstmitleid zerfließt, die Situation analysieren und ggf. ändern. Ab und zu macht es ja mal Spaß gemeinsam im Kollegenkreis über den Chef zu jammern. Oder mit Freunden über das schlechte Wetter.

Wer aber nur jammert, der macht sich schnell unbeliebt. Wer will sich schon mit Leuten umgeben denen es nur schlecht geht und die herumjammern.

Deswegen: bevor das nächste Mal wieder gejammert und geklagt wird, es einfach mal herunterschlucken und sich ein paar positive Gedanken machen.

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