Donnerstag, 1. Dezember 2016

Warum ich Dividenden mag!

Ich mag Dividenden! Andere Leute wie Frugalist Oliver sehen darin nicht weniger als den großen Selbstbetrug. An der Anzahl der Kommentare in besagtem Beitrag sehe: kontroverses Thema.

Die Argumente gegen Dividenden sind alle richtig. Das Geld welches ausgeschüttet wird, geht dem Unternehmen verloren, wird dem Aktienkurs abgezogen. Ein Nullsummenspiel.

Steuern werden auch fällig, das kostet. Einerseits muss das Unternehmen den Gewinn versteuern und ich zahle Abgeltungssteuer.

Warum sollte ich nun trotzdem auf Dividenden setzen? Für mich ist das ein psychologisches Problem. Dividenden motivieren mich. Auch bei negativen Depotwert. Ich hatte in den letzten Monaten immer wieder Phasen, in denen der Depotwert rot war. Nicht viel.

Aber es kann passieren, dass der Markt abstürzt und das Depot für ein paar Jahre tief im roten Bereich liegt.

Ich habe mir vorgenommen solche Phasen auszusitzen. Aber ich mache mir nichts vor: das ist eine schwierige Phase und Zweifel werden kommen. Dividenden motivieren mich weiter zu machen. Mittlerweile komme jeden Monat Geld rein. Das bestärkt mich, auf den richtigen Weg zu sein. Im Falle einer Krise werden auch die Dividenden sinken. Aber es wird immer Unternehmen gehen, welche Dividende zahlen. Vielleicht weniger, aber es wird Geld kommen. Davon bin ich überzeugt.

Passives Einkommen


Dividenden sind eine ideale Möglichkeit passives Einkommen zu generieren. Idealerweise verkaufe ich meine Aktien und Fonds nicht mehr. Ich sehe diese Investitionen, wie Investitionen in eine Immobilie. Langfristig. Dafür gemacht mir regelmäßig Einnahmen die generieren. Ohne dafür an die Substanz zu gehen. Der aktuelle Wert des Depots spielt da eine untergeordnete Rolle. Würde mich bei einer Immobilie auch nicht tagesaktuell interessieren.

Schön wäre es, wenn irgendwann genug Geld darüber reinkommt, dass ich davon leben kann. Mir ist ein regelmäßiger Cashflow wichtiger als ein hoher Gesamtbetrag. Mit einem sechsstelligen Betrag auf dem Konto kann ich nichts anfangen, mit regelmäßigen monatlichen Cashflow hingegen schon. Die geben mir Sicherheit.

Ohne Dividenden müsste ich das Depot irgendwann anfangen zu verkaufen. Nur wann? Mit 50, mit 60? Immer hätte ich die Unsicherheit, dass ich eventuell zu zeitig angefangen hätte. Am Ende bleibt dann nicht genug drüber. Gruselige Vorstellung. Da sind mir die regelmäßigen Dividenden lieber.

Dividenden kommen auch ohne mein Zutun. Ich kann das Depot einfach liegen lassen, das Geld kommt. Ansonsten müsste ich aktiv werden und selbst Anteile verkaufen. Wenn es dumm läuft auch in einer Phase mit niedrigen Kursen.

Unternehmen


Ein weiteres Argument gegen Dividenden: Die Unternehmen sollten das Geld in den Ausbau ihrer Geschäfte investieren. Prinzipiell richtig, Unternehmen sollten primär Geld in den Auf- und Ausbau stecken. Geht es dem Unternehmen gerade nicht gut, sollte es keine Dividende auszahlen.

Es gibt auch viele Unternehmen, bei denen kein großes Wachstum mehr zu erwarten ist. Die haben ihr Geschäftsmodell, machen Gewinne und schütten einen Teil davon aus. Fertig.

Letztendlich holt man das Geld auch aus dem Feuer. Niemand kann garantieren, dass irgendein Management nicht auf dumme Gedanken kommt und das Geld in unsinnigen Firmenübernahmen versenkt. Anderer Leute Geld gibt sich immer noch am Leichtesten aus.

Fazit


Für mich ist die Dividenden-Strategie das Mittel der Wahl für den langfristigen Aufbau von Vermögen und passivem Einkommen. Die regelmäßigen Zahlungseingänge motivieren mich weiter zu machen und werden mir helfen auch in einer Krise weiter zu machen. Ich sehe das investierte Kapital als Investition, welche ich nicht wieder hergebe und erfreue mich am Dividendenstrom.

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